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Ältere lernen von Jungen: SchülerInnen erklären Seniorinnen die Welt des Internet

Ältere lernen von Jungen: SchülerInnen erklären Seniorinnen die Welt des Internet

Im Rahmen des EU-Projektes “Active Ageing” des Regionalverbandes Industrieviertel-Projektmanagement fand am Dienstag, dem 17. Juni 2014 eine Einführung für SeniorInnen in “Die weite Welt des www” statt. Das Besondere daran: die Veranstaltung fand in der NMS Pernitz statt und wurde von SchülerInnen der NMS Pernitz gemeinsam mit ihrem Informatik-Lehrer HOL Josef Leeb durchgeführt. Denn neben der Vermittlung von wichtigem Wissen ging es bei dieser Schulung auch um die Verbesserung der Kommunikation und des Zusammenhalts der Generationen.

Rollenumkehr: die Älteren lernen von den Jüngeren

HOL Leeb arbeitete ein geeignetes Konzept aus: „Wir haben kein fixes Programm, wir gehen das ganz individuell an. Meine SchülerInnen werden auf Ihre persönlichen Interessen eingehen, und wir setzen bei Ihrem Wissensstand an. Das von einander Lernen steht im Vordergrund. Lasst die Damen alles selbst ausprobieren, nur so lernt man wirklich.“

Nachdem sie gemeinsam die passende Schriftgröße bzw. Auflösung eingestellt hatten, ging es in Generationen-Teams – immer ein/e SchülerIn und eine Seniorin – los. Dort wo die Damen Probleme oder Fragen hatten, halfen die SchülerInnen der 4. Klasse weiter. Eine der Damen, die von der jungen Generation etwas übers Internet lernen wollte ist Theresia Aschenbrenner aus Miesenbach: „Ich bin mit 80 Jahren wieder in der Schule“, lacht sie: „Es ist aber sehr interessant, nur die Maus springt mir noch davon.“ Ein erfolgreiches „Gespann“ bildeten auch die Schülerin Ena Zehetbauer und Irene Bugl aus Gutenstein. Frau Bugl hat selbst nie einen PC Kurs gemacht und sich bisher alles selbst beigebracht. Sie war froh über die professionelle Unterstützung: „Ich bin selbst nicht auf Facebook, finde es aber schon wichtig, ein bisschen mehr darüber zu wissen“. Frau Bugl war auch voll des Lobes über ihre „Lehrerin“: „Sie hat mir alles sehr gut und verständlich erklärt. Es ist sehr gut, jemanden zur Seite zu haben, der weiterhilft wenn man ansteht“. Ena Zehetbauer: „Am Anfang habe ich mich etwas gefürchtet, was da von mir verlangt werden wird, was auf mich zukommt, ob ich das kann.“ Sie lobt aber ihre „sehr lernfähige Schülerin“.

Nutzung für soziale Kontakte und Informationsbeschaffung

Im Mittelpunkt des Interesses der Seniorinnen standen das Auffinden von Billig-Flügen, das Abrufen von Wetterberichten, das Auffinden wichtiger Informationsseiten, die Nutzung der ORF-Mediathek falls man die Lieblingssendung einmal verpasst hat, ÖBB-Abfragen, die Nutzung von Youtube, einfache Bildbearbeitungen etc. In der heutigen Zeit durfte natürlich auch eine Einführung in das Thema “Soziale Netzwerke” nicht fehlen: Facebook & Co können auch für SeniorInnen geeignete Mittel sein, sich mit ihren Lieben auszutauschen.

Weitere Informationen: Mag. Dr. Ingeborg Derkits (Regionalverband Industrieviertel-Projektmanagement), T: +43 67681220339, E: i.derkits@industrieviertel.at

Das Projekt Active Ageing (Interregionale Zusammenarbeit zur Förderung von Active Ageing in Pilotgemeinden in Österreich und Ungarn) wird im Rahmen des Programms zur grenzüberschreitenden Kooperation ÖSTERREICH-UNGARN 2007-2013 durch den Europäischen Fonds zur regionalen Entwicklung, das Seniorenreferat des Landes NÖ und Ungarn gefördert.

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