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Integration in Bad Vöslau als good-practise Beispiel für Leoben

Integration in Bad Vöslau als good-practise Beispiel für Leoben

In der Stadt Leoben (Steiermark) laufen aktuell kontroverse Diskussionen rund ums Thema Integration. Auslöser ist ein geplanter Bau einer Moschee. Da Bad Vöslau österreichweit den Ruf hat, gute Integrationsarbeit zu leisten und das Mediationsverfahren von 2007 vor der Errichtung des türkischen Kulturzentrums als vorbildlich gilt, kam eine Delegation aus Leoben sowie VertreterInnen von Land NÖ, NÖ Landesakademie/Integrationsservice und Regionalmanagement Niederösterreich-Büro Industrieviertel (Mag. Annemarie Trojer)nach Bad Vöslau, um sich vor Ort zu informieren.

Bürgermeister DI Prinz, Stadträtin Renate Voigt, Baudirektor DI Andreas Zimmermann und Integrationsbeauftragte Patricia Thagizade Stephan berichteten von ihren Erfahrungen und führten die Gäste ins türkische Kulturzentrum, wo es einen herzlichen Empfang durch den Verein ATIB gab. Dieses Zusammentreffen ermöglichte einen offenen Austausch über Strategien, aber auch Hürden in der Integrationsarbeit.

Entstanden ist die Idee zu diesem Austauschtreffen im Rahmen der bundesweiten Partnerschaft „Vielfalt und Integration im Raum“ der österreichischen Raumordnungskonferenz. Hier wurde von den beiden VertreterInnen aus Niederösterreich Bad Vöslau als good practice vorgestellt. Es sind vor allem drei Aspekte, die hervorzuheben sind:

  • Es ist gelungen durch den Mediationsprozess eine „Integrationsvereinbarung“ zwischen den VertreterInnen der Gemeinde und dem Verein ATIB zu erzielen.
  • Durch diesen konstruktiven Dialogprozess sind viele Kontakte entstanden, die auch heute für eine gute Zusammenarbeit zwischen Kulturzentrum und Gemeinde wichtig sind.
  • Rückblickend zeigt sich, dass die ursprünglichen Konflikte um den Moscheebau bewirkt haben, dass sich bis heute viele Menschen in Bad Vöslau ehrenamtlich insbesondere über den Arbeitskreis Integration und die Initiative Frauenvielfalt für ein besseres Miteinander engagieren und konkrete Initiativen vom Sprachencamp bis zu den LesepatInnen gestartet wurden.

Zusammenfassend zeigt Bad Vöslau, dass Integration nur über direkte Kontakte und den Weg der kleinen Schritte funktioniert. Mit derartigen Austauschtreffen können Gemeinden voneinander lernen und gute Erfahrungen weitergeben.

Weitere Informationen: Dipl.-Ing.in Anette Schawerda (Integrationsservice der NÖ
Landesakademie), M: +43 664 60417498, E: anette.schawerda@noe-lak.at, www.noe-lak.at

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