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Berufsorientierung bei 1000 Grad Celsius

Berufsorientierung bei 1000 Grad Celsius

3 Schülerinnen der NNÖMS Berndorf nutzen am 10. Jänner 2014 die Chance, und testeten im Rahmen des EU-Projektes Femcoop des Regionalverbandes Industrieviertel-Projektmanagement was es heißt in einem technischen Beruf zu arbeiten. Fünf Stunden lang unterzogen sie sich einem Praxis-Check bei der Kunstschmiede Panzenböck, wo sie Senior-Chef Engelbert Panzenböck mit viel Humor und Geduld in seinen Beruf einführte.

Kraft, vor allem aber Köpfchen ist nötig!

Gleich die erste Bemerkung ihres „Coaches“ Engelbert Panzenböck machte den drei Mädels Mut: „In diesem Beruf braucht man Kraft – aber auch Köpfchen!“. Denn Köpfchen haben sie, Laura Belciu, Kristina Djudic und Ayla Kilinc aus der 3c der NNÖMS Berndorf. Auf freiwilliger Basis nahmen sie an dem EU-Projekt teil, im Rahmen dessen den Mädchen die Chance geboten wird mittels Praxis-Check herauszufinden, ob technische Berufe für sie als Option für die Zukunft in Frage kämen. 5 Klein- und Mittelbetriebe standen für sie zur Wahl und sie entschieden sich für die Kunstschmiede. „Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie solche Schmiedearbeiten gemacht werden,“ freute sich Laura drauf, hinter die Kulissen blicken zu dürfen.

Viel Information praxisnah vermittelt

Es wurde fünf Stunden lang gestaucht, gebogen, gestreckt, abgeschottet, geschweißt, geschleift. Dass Kraft auch von Nöten ist, wurde Ayla zwischendurch schmerzhaft bewusst, und sie freute sich über die nötigen Pausen, in denen der Stahl zur Bearbeitung wieder erhitzt werden musste. Geschickt baute der Schmiedemeister immer wieder wichtige und interessante Informationen über das Berufsbild eines Kunstschmiedes, sowie über Bearbeitungstechniken oder Materialkunde ein. Vor allem Kristina Djudic verblüffte den Meister mit ihrer Geschicklichkeit und erntete anerkennende Blicke: „Ich würde gerne noch einmal mitarbeiten,“ meinte eine müde aber glückliche Kristina am Ende des Tages.

Voll Stolz zeigten die drei Mädels ihrer Lehrerin Susanne Wagenhofer das Produkt ihrer Bemühungen: eine selbst geschmiedete Garderobe für die Klasse, geschmiedete Blätter, eine Schlange. Am 23. Jänner werden sie gemeinsam mit der Kunstschmiede Panzenböck und allen anderen Mädchen und Betrieben, die an dieser Maßnahme teilgenommen haben, ihre Erlebnisse und Werkstücke ihren Eltern und MitschülerInnen präsentieren – im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung ab 18.30 Uhr in der Polytechnischen Schule Pottenstein, die sich rund um das Thema Berufsorientierung, Frauen und technische Berufe drehen wird.

Weitere Informationen: Mag. Barbara Maca (Regionalverband Industrieviertel-Projektmanagement), T: +43 676 81220555, M: b.maca@industrieviertel.at

Das Projekt Femcoop wird gefördert im Rahmen des Programms zur grenzüberschreitenden Kooperation Österreich-Ungarn 2007-2013 durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung, das Land Steiermark, die Industriellenvereinigung Niederösterreich, die Wirtschaftkammer Niederösterreich, den Regionalverband Industrieviertel und Ungarn.

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