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Löten, fräsen, programmieren – für Mädchen doch ein Klacks!

Löten, fräsen, programmieren – für Mädchen doch ein Klacks!

Am 23. Jänner 2014 standen in der Polytechnischen Schule Pottenstein 25 Schülerinnen aus dem Triestingtal – der HS Weissenbach, NNÖMS Berndorf und IMS Leobersdorf – im Mittelpunkt: sie hatten erfolgreich an einer Berufsorientierungs-Maßnahme im Rahmen des EU-Projektes Femcoop des Regionalverbandes Industrieviertel-Projektmanagement teilgenommen und technische Berufe in der Praxis ausprobiert.

82 Mädchen aus diesen 3 Schulen wurden im Rahmen des Berufsorientierungs-Unterrichtes auf die Chancen, die technische Berufe bieten, aufmerksam gemacht. 25 dieser Mädels nutzten ihre Chance und vertieften ihr Wissen im Rahmen von Betriebserkundungen, wo sie technische Beruf auch in der Praxis durch die Erstellung eines Werkstückes „ausprobieren“ konnten. Dafür wurden sie, die zuständigen Lehrkräfte, die Schuldirektoren und auch die an der Maßnahme teilnehmenden Betriebe (Kunstschmiede Panzenböck, Erich Marker GmbH, Mack GmbH, Hirtenberger AG) nun mit einer Urkunde ausgezeichnet.

Auch untpyische Berufsentscheidungen unterstützen

80 Personen, darunter ExpertInnen der Wirtschaftskammer NÖ, Industriellenvereinigung NÖ, Arbeitsmarktservice NÖ, Arbeiterkammer NÖ und des Landessschulrates für NÖ zollten ihnen Anerkennung für die engagierte Teilnahme am Projekt. Im Rahmen einer Podiumsrunde gaben sie den Mädels und ihre Eltern wichtige Tipps für die Berufsorientierung mit: „Bitte macht nicht einfach nur das, was die Freundin macht,“ appellierte DI (FH) Andreas Kolm, Obmann der Wirtschaftskammer Baden an sie, „die eigenen Neigungen und Interessen sind das, worauf es ankommt!“.
Mag. Michaela Roither, Geschäftsführerin der Industriellenvereinigung NÖ, richtete sich auch an die Eltern: „Es ist wichtig, dass wir die Mädchen in ihrem Selbstbewusstsein stärken. Unterstützen Sie Ihre Tochter bitte auch, wenn sie einen für Mädchen etwas unüblichen Weg einschlägt.“ Sie verwies auch dringlich darauf, dass technische Berufe mehr Chancen bedeuten, als man zunächst glaubt: „Glauben Sie nicht an ein schlechtes Image – denken Sie bitte auch an die Verdienstmöglichkeiten, die so ein Beruf bietet!“.

Wissen über Berufe durch Erleben, Angreifen, darüber berichten

Hier ergänzte Claudia Schweiger, Leiterin des Arbeitsmarktservice Baden: „Dies ist einer der Bereiche, der am Arbeitsmarkt im Aufwärtstrend liegt, wo es gute Nachfragen gibt. Aber eines ist wichtig: eine gute Ausbildung!“. Joachim Weber von der Arbeiterkammer NÖ wies auch darauf hin, dass eine Lehre keine Endstation ist: „Lehre mit Matura, Werkmeister, Meisterprüfung – alles ist auch nach einer Lehre noch möglich, bis hin zum Studium!“
Silvia Chudoba vom Landesschulrat für NÖ hob hervor, wie wichtig es sei, selbst Erfahrungen zu sammeln: „Will man jemandem etwas beibringen, muss man an etwas Erlebtem anknüpfen können. Ziele zu haben ist für so junge Mädchen sehr wichtig, dann überstehen sie auch die schwierige Zeit der Pubertät leichter.“ Wann sinnvoller Weise mit der Berufsorientierung begonnen werden soll, ist für Chudoba ganz klar: „Möglichst früh. Würden wir erst im Alter von 13 Jahren ansetzten, wäre es viel zu spät. Bis dahin sollten die Stärken bereits klar sein, auf die man aufbauen kann.“

Susanne Wagenhofer, Lehrerin an der NNÖMS Berndorf, motivierte ihre Mädels, die Chancen des Projektes unbedingt zu nutzen: „Das war für die Schülerinnen ein toller, eindrucksvoller Unterricht, einmal anders – vor Ort!“ Die Maßnahme zeigte erste Erfolge: Evita Lössel, die sich bei der Fa. Mack in der Kunststoffbranche versuchte, war begeistert: „Ich könnte mir schon vorstellen, in diese Richtung weiterzumachen“.

Weitere Informationen: Mag. Barbara Maca (Regionalverband Industrieviertel-Projektmanagement), T: +43 676 81220555, E: b.maca@industrieviertel.at, www.femcoop.net

Das Projekt Femcoop wird im Rahmen des Programms zur grenzüberschreitenden Kooperation ÖSTERREICH-UNGARN 2007-2013, durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung, das Land Steiermark, den Regionalverband Industrieviertel, die Wirtschaftskammer NÖ, die Industriellenvereinigung NÖ und Ungarn gefördert.

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