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LR Schwarz: „Neue Chancen für die Entwicklung unserer Grenzregionen“

LR Schwarz: „Neue Chancen für die Entwicklung unserer Grenzregionen“

Das EU-Projekt „ERRAM Cross Border“, in dem der Regionalverband Industrieviertel-Projektmanagement Partner ist, ermöglicht erstmals die grenzüberschreitende Analyse von Angeboten und Potenzialen einer Region. Nicht nur Unternehmen befinden sich im Wettbewerb, sondern auch Regionen. Sie versuchen mit verschiedensten Faktoren zu punkten: einmal ist es das gute Angebot an Arbeitsplätzen, an Kinderbetreuungseinrichtungen oder Bildungseinrichtungen, ein anderes Mal die gute Verkehrsanbindung oder das gute Angebot an qualifizierten Arbeitskräften. Bis dato konnten derartige Betrachtungen nur länderspezifisch erfolgen. Gänzlich neue Qualitäten und Potenziale eröffnen sich für manche Regionen durch die grenzüberschreitende Betrachtung, die nun erstmals durch das EU-Projekt „ERRAM Cross Border“ ermöglicht wird.

Erhöhung der Attraktivität einer Region durch grenzüberschreitende Betrachtung

„Bisherige Projekte und Kooperationen mit unseren Nachbarländern haben gezeigt, wie vielfältig die Anknüpfungspunkte für eine gemeinsame Regionalentwicklung und wie sinnvoll sie sind“, betont die für EU-Fragen zuständige Landesrätin Barbara Schwarz bei der Abschlussveranstaltung des EU-Projektes am 24. Juni 2014 im Landhaus in St. Pölten: „ERRAM Cross Border hat dazu einen enorm wichtigen Beitrag geleistet. Dadurch können nun Standortpotenziale grenzüberschreitend, kleinräumig sowie unabhängig von Verwaltungs- und Staatsgrenzen ermittelt werden, wodurch neue Chancen für die Entwicklung unserer Grenzregionen eröffnet werden.“

Durch „ERRAM Cross Border“ (bestehend aus den drei EU-Projekten ERRAM CZAT, ERRAM HUAT und ERRAM SKAT) kann die Attraktivität einer Region umfassend dargestellt werden, wobei Landes- oder Staatsgrenzen überwunden werden. Daten aus Niederösterreich, Burgenland und ihre Nachbarregionen Westungarn (H), Bratislava und Trnava (SK), Südböhmen und Südmähren (CZ) fließen in ERRAM zusammen. Zehn Partner aus vier Ländern entwickelten in den letzten 24 Monaten eine vergleichbare Datenbasis und entsprechende Instrumente für die grenzüberschreitende Raumanalyse – und Ansätze für eine grenzüberschreitende Regionalentwicklung.

Erkennen von Standortvorteilen und Handlungsfeldern für gemeinsame Regionalentwicklung

Die Erreichbarkeit von öffentlichen, sozialen und wirtschaftlichen Einrichtungen ist ein wesentlicher Faktor für Standortentscheidungen. Daher trägt die Identifizierung, Sicherung und Entwicklung geeigneter Standorte wesentlich zur Steigerung der regionalen Wettbewerbsfähigkeit und Lebensqualität bei. Bis dato war eine länderübergreifende Betrachtung nicht möglich. „Die eigentliche Innovation des Projektes liegt in der erstmaligen Verfügbarkeit vergleichbarer statistischer Daten. Weiters werden unsere Entwicklungsmöglichkeiten durch die grenzüberschreitende Betrachtung in ein völlig neues Licht gerückt. Für die Zusammenarbeit mit den Nachbarregionen in den nächsten Jahren ist das eine wertvolle Grundlage“, so Andreas Weiß, Regionalmanager des Industrieviertels.

Der aktuelle Bestand an Daten zu Themen wie Nahversorgung, medizinische Versorgung, Verkehrsanbindung, Bildungseinrichtungen, Altenbetreuung, Wirtschaftsparks etc. wurde erhoben und sichtbar gemacht. „Verbesserte Erreichbarkeiten erhöhen die Standortgunst vor allem in den Grenzregionen des Wald- und Weinviertels. Aus der gemeinsamen Sichtweise entstehen neue grenzübergreifende funktionale Lebens- und Wirtschaftsräume,“ zeichnet Regionalmanager Hermann Hansy aus dem Weinviertel ein neues Verständnis der Grenzregionen. So wurden bereits beschlossene und vor der Umsetzung stehende (Infrastruktur-)Maßnahmen ebenso berücksichtigt wie Zukunftsszenarien, sogenannte „Wunsch-Planfälle“. Daraus ergibt sich auch ein interessantes Bild darüber, wie sich die Gegebenheiten in den nächsten 10 bis 20 Jahren verändern. Dies sind Informationen, die für die Raumordnung und Regionalplanung, aber auch für die Wirtschafts- und Standortentwicklung von wesentlicher Bedeutung sind.

Dies eröffnet den Regionen auch die Chance, nötige Handlungsfelder zu erkennen und rechtzeitig Maßnahmen zu setzen, um weiterhin attraktiv als Wohn-, Arbeits- oder Wirtschaftsstandort im regionalen und grenzüberschreitenden Wettbewerb bestehen zu können.

Weitere Informationen: Projektkoordination im Industrieviertel (ERRAM HUAT): Nikolett Raidl (Regionalverband Industrieviertel-Projektmanagement), T: +43 676 81220327, E: n.raidl@industrieviertel.at, http://www.raumordnung-noe.at/index.php?id=318

Das Projekt ERRAM HUAT wird gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung im Rahmen des Programms grenzüberschreitende Kooperation ÖSTERREICH-UNGARN 2007-2013, durch das Land Niederösterreich, das Land Burgenland und Ungarn.

 

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