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Niederösterreichischer Kleinregionentag 2012

Niederösterreichischer Kleinregionentag 2012

Der Kleinregionentag tourt jährlich durch Niederösterreich mit heurigem Stopp im Weinviertel. Am 22. Oktober informierten sich rund 130 TeilnehmerInnen über Gemeindekooperationen – ins-besondere im Bereich gemeinsame Raumentwicklung.
Darunter auch VertreterInnen der Industrieviertler Kleinregionen.

„Gerade in Zeiten gesamtstaatlicher Sparprogramme gilt es für Land und Gemeinden be-sonders effizient mit den verfügbaren Mitteln umzugehen. Allerdings wollen wir die Gemeinden als iden-titätsstiftende Einheiten erhalten. Deshalb fördern wir ganz bewusst Gemeindekooperationen, um Steu-ergeld zu sparen. Der heurige Kleinregionentag steht ganz unter diesem Motto und soll den Kommunen entsprechende Anregungen liefern“, beschreibt Landesrat Mag. Karl Wilfing den Mehrwert der vom Land und dem Regionalmanagement organisierten Veranstaltung.

Strategien zur Raumentwicklung.
Im Fokus der diesjährigen Tagung stand das Thema Raumentwicklung. Die Gemeinden sind als zent-rale Akteure der örtlichen Raumordnung zwar nicht zur Zusammenarbeit verpflichtet, aber viele Regio-nen haben die Notwendigkeit und Vorteile einer Abstimmung in diesem Bereich erkannt. Neben der Si-cherung der besten Standorte und dem sparsamen Umgang mit der Ressource Boden tragen Koopera-tionen zu mehr Effizienz, Kosteneinsparungen, Konkurrenzminderung und einer besseren Zielerreichung bei.

Berichte aus Theorie und Praxis.
Gestartet wurde die Veranstaltung mit einer Exkursion in der Gastgeberregion. Nach einer Vorführung des NÖ Infrastrukturkostenkalkulators– einem Bewertungsinstrument zur Abschätzung der Kosten bei Siedlungserweiterungen – am Beispiel Mistelbach wurde der interkommunale Wirtschaftspark A5 Mistel-bach-Wilfersdorf besichtigt. Am Nachmittag stellte DI Ilse Wollansky, Leiterin der Abt. Raumordnung und Regionalpolitik, neue Ansätze der Raumordnung in Niederösterreich vor. Die im Anschluss präsentierten Projekte sicherten den nötigen Praxisbezug und regten zur Diskussion an.

Kleinregionale Projekte vor den Vorhang!
Das von 25 Gemeinden im Nordraum Wien und dem Land initiierte Projekt Regionale Leitplanung war ein Highlight des Programms. Im Interview unterstrich Landesrat Wilfing die wesentlichen Punkte: „Das nördliche Wiener Umland zählt zu einem der stärksten Wachstumsräume Österreichs. Die damit ver-bundenen Chancen gilt es zu nutzen, negative Folgen möglichst früh zu erkennen und zu vermeiden. Dieses Pilotprojekt ist durch einen frühzeitigen und intensiven Dialog von Gemeinden und Land gekenn-zeichnet – die kleinregionalen Ebene spielt dabei eine wichtige Rolle als Kommunikations- und Abstim-mungsplattform.“
Auch die Kleinregion Südliches Weinviertel verfolgt unter dem Motto „wein|viertel|stunde | Die Region der kurzen Wege!“ das Ziel einer nachhaltigen Siedlungsentwicklung und die Aufrechterhaltung der guten Nahversorgung. Dabei ist Land und Gemeinden bewusst, dass für eine erfolgreiche Umsetzung die Themen Baulandmobilisierung, Innenentwicklung und Nachverdichtung eine zentrale Rolle einnehmen. Ein Bericht aus Forschung und Praxis von Dr. Peter Görgl (Universität Wien) gab dazu einen vertiefen-den Einblick.
Neben Berichten über Aktivitäten im Stadt-Umland kam aber auch der ländliche Raum nicht zu kurz. Aktuell wird hier seitens des Landes an einer Strategie zur künftigen Entwicklung gearbeitet. Einen ersten Meilenstein bildet die Landkarte der Möglichkeiten – eine Projektdatenbank mit Handlungsoptionen und Praxisbeispielen für Gemeinden und Regionen.

In Fragen zur Strategie- und Projektberatung im Bereich Gemeindekooperation stehen den Gemeinden das Regionalmanagement Niederösterreich und die Abteilung Raumordnung und Regionalpolitik beratend zur Seite.

Kontakt:
Regionalmanagement Niederösterreich, Kleinregionsbetreuung Industrieviertel
Frau Annemarie Trojer, Tel.: 0676/812 20 219, E-Mail: a.trojer@industrieviertel.at

Foto: NÖ Landeskorrespondenz

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