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Regionale Potenziale grenzüberschreitend sichtbar machen

Regionale Potenziale grenzüberschreitend sichtbar machen

Erste Ergebnisse der grenzüberschreitender Standortvergleiche wurden im Rahmen des zweiten Projektbeiratstreffens der Initiative „ERRAM Cross Border“ am 25. November 2013 in St. Pölten präsentiert.

Aufgrund der intensivierten grenzüberschreitenden Verflechtungen startete die Abteilung Raumordnung und Regionalpolitik des Amtes der NÖ Landesregierung 2012 die Initiative „ERRAM Cross Border“. In diesem Projekt wird das Erreichbarkeitsmodell „ERRAM“ (Erreichbarkeitsbasiertes Raster Raumanalysemodell) für die niederösterreichischen Grenzregionen erweitert. ERRAM ermöglicht Aussagen über Erreichbarkeit und Qualität unterschiedlicher Standorte. Als Basis für die Bewertungen werden in diesem Projekt Daten aus den unmittelbaren Grenzregionen der Nachbarstaaten Tschechien, Slowakei und Ungarn zusammengeführt und in das Modell integriert.

Die Projektumsetzung erfolgt in den Förderprogrammen der Europäischen Territorialen Zusammenarbeit Österreich-Ungarn 2007-2013, Tschechische Republik-Österreich 2007-2013 und Slowakei-Österreich 2007-2013 durch drei parallel laufende bilaterale Projekte. Im Rahmen des grenzüberschreitenden Projekts „ERRAM HU-AT“, geleitet vom Regionalverband Industrieviertel-Projektmanagement, wird das Erreichbarkeitsmodell für den westlichen niederösterreichischen Grenzraum gemeinsam mit dem Burgenland und Westungarn entwickelt.

HR DI Ilse Wollansky, Leiterin der Abteilung Raumordnung und Regionalentwicklung der niederösterreichischen Landesregierung betonte in ihrer Begrüßung, dass dieses hoch komplexe Vorhaben ohne das Zusammenspiel aller Abteilungen, Projekt- und strategischen Partnern nicht möglich wäre. Der effiziente Datenaustausch zwischen den einzelnen Partnerregionen bildet die Basis für die Erstellung des grenzüberschreitenden Standortbewertungstools.

ERRAM CB Koordinator Mag. Simon Ortner (Abteilung Raumordnung und Regionalpolitik) gab einen Überblick über das Gesamtvorhaben „ERRAM Cross Border“ und hob dessen Mehrwert hervor: „Die Schaffung gleicher Datengrundlagen und Berechnungsmethoden ermöglicht die Vergleichbarkeit von Standorten in der gesamten Projektregion. Dieser gemeinsame Standard wird die Qualität zukünftiger Planungen im niederösterreichischen Grenzraum wesentlich erhöhen “

Mag. Andreas Friedwagner, Leiter der Arbeitsgemeinschaft VERRACON & Prisma Solutions, die das Modell technisch entwickelt und technisch umsetzt, präsentierte den Status und erste Ergebnisse. Eine der größten Herausforderung bei diesem Vorhaben war es, Daten zu Bevölkerung, Wirtschaft und Verkehr aus den vier Ländern abzugleichen und in eine harmonisierte Form zu bringen. Die Experten visualisierten erste Auswertungen, wie zum Beispiel die Ausstattung der Gesamtregion mit Kindergärten, die Erreichbarkeit von Autobahnanschlussstellen und Bahnhöfen.

Mit diesem neuen Tool können künftig auch komplexe Themenfelder behandelt werden: Wie ändern künftige Verkehrsinfrastruktur Maßnahmen die Standortqualitäten? Welche Standorte eignen sich am besten für Jungfamilien? Wie gut ist ein Standort für einen bestimmten Betriebstyp geeignet? Dies sind Beispiel für Fragestellungen, die mit dem innovativen Planungswerkzeug analysiert werden können.

Die Projektpartner des österreich-ungarischen Teilprojekts sehen den Vorteil, dass das Tool sich nicht nur für die Darstellung des Ist-Standes, sondern auch als Evaluierungs- und Prognoseinstrument für Raumplanung und Regionalentwicklung eignet. In den Partnerregionen wird angedacht, das Tool unter anderem für die Untersuchung der Erreichbarkeit von Nahversorgungseinrichtungen in Gemeinden, das Simulieren der öffentlichen Verkehrsverbindungen sowie als Werkzeug für Standortmarketing anzuwenden.

Der Nachmittag wurde dazu genutzt um zwischen den Projektpartnern die letzten offenen Punkte bezüglich der erforderlichen Daten und erste Schritte für die Einschulungen zu klären. Die nächste gemeinsame Veranstaltung findet im Frühjahr 2014 statt, bei der die Endergebnisse präsentiert werden.

Weitere Informationen: Nikolett Raidl (Regionalverband Industrieviertel-Projektmanagement), T: +43 676 81220209 M: n.raidl@industrieviertel.at Projekt
ERRAM

Das Projekt „ERRAM HU-AT“ wird durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung im Rahmen des Programms grenzüberschreitende Kooperation ÖSTERREICH-UNGARN 2007-2013, durch das Land Niederösterreich, das Land Burgenland und Ungarn gefördert.

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