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Regionalmanagement im Ö1 Radiokolleg: Perspektiven für den ländlichen Raum

Regionalmanagement im Ö1 Radiokolleg: Perspektiven für den ländlichen Raum

Abseits der Klischees vollzieht sich im Hinterland aber ein struktureller und demografischer Wandel, der wenig rosige Aussichten verspricht. Wie gestaltet sich die Suche nach alternativen Ressourcen für das Leben und Arbeiten abseits der Ballungsräume? Wie gelingt es, die Lebensqualität am Lande zu heben? Was können innovative Mobilitätslösungen, intelligente Bildungsangebote oder zeitgenössische Kunst- und Kulturprojekte zur regionalen Belebung beitragen? Beate Firlinger präsentiert im „Radiokolleg“ kreative Regionen, die den Menschen im ländlichen Raum neue Perspektiven eröffnen. Das Radiokolleg „Kreative Regionen – Perspektiven für den ländlichen Raum“ behandelt diese Themen diese Woche von Mo bis Do (jeweils ab 9:05 Uhr und Wiederholung um 22:15 Uhr) auf Ö1: http://oe1.orf.at/programm/369331. In Folge 3 am Mittwoch wird ein Teil des Radiokollegs auch den Mobilitätszentralen und ihrer Arbeit gewidmet.

Struktureller und demografischer Wandel in ländlichen Gebieten

Saftige Almen, schmucke Dörfer, bodenständige Schmankerl, urige Typen und eine Umwelt, die noch intakt ist … Im Regionalmarketing wird gerne auf Tradition und das Bild vom idyllischen Landleben gesetzt. Tatsächlich spielt in Österreich der rurale Raum eine bedeutende Rolle. Land- und Forstwirtschaft dominieren die Flächennutzung und prägen das Landschaftsbild. Der Großteil der Bevölkerung lebt in Gegenden, die im weitesten Sinne als ländlich zu bezeichnen sind. Abseits der Klischees vollzieht sich im Hinterland aber ein struktureller und demografischer Wandel, der weniger rosige Aussichten verspricht.

Während die größeren Städte und ihre Speckgürtel durch Zuzug wachsen, kämpfen rund zwei Drittel der österreichischen Gemeinden mit dem Wegzug. Von Landflucht betroffen sind vor allem schwer erreichbare alpine und grenznahe Regionen. Mit den Menschen wandert auch die Kaufkraft in die Städte ab. In der Folge tut sich eine Abwärtsspirale auf, die sich um Überalterung, Braindrain, Leerstand, Steuereinbußen, Investitionshemmnisse und schlechtes Image dreht. Sind Infrastruktur und Nahversorgung, Geschäfte und Gaststätten, Arbeits- und Ausbildungsplätze einmal verschwunden, ist es meist auch um den sozialen Zusammenhalt nicht mehr so gut bestellt.

Mobilitätszentralen NÖ und Regionalmanagement fördern die Entwicklung

Doch engagieren sich heute in vielen Regionen beherzte BewohnerInnen, unterstützt von umtriebigen RegionalmanagerInnen und zahlreichen Förderprogrammen um allerorts Strategien für eine nachhaltige Entwicklung peripherer Gebiete zu schmieden. So gibt es mittlerweile nicht nur jene 35 Regionen, in die das österreichische Territorium gemäß einer EU-Nomenklatur unterteilt ist. Es finden sich auch LEADER-Regionen, Lernende Regionen, Klima- und Energiemodell-Regionen, Kleinregionen, Genussregionen, Creative Regions und eine Vielzahl anderer Instrumente und Labels.

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